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Aufmerksamkeit ist die Demonstration von Wahrnehmung an eine Zielperson und ist in der Regel positives [Feedback]. In der [Kommunikation] fühlt sich die Zielperson durch Aufmerksamkeit wahrgenommen. Das Erzeugen von Aufmerksamkeit wird als [Attraction] bezeichnet. Aufmerksamkeit drückt sich aus durch [Zuwendung|Body Language], [Augenkontakt] und verbale Bestätigungen.
!Ankern
In Experimenten wurde einem Verhalten (Affe zieht an einem Hebel) eine Aufmerksamkeit (Futter wird ausgegeben) entgegen gebracht. Das Ergebnis des Experiments wich in verblüffender Weise von der vielleicht naiven Erwartung ab. Das Maximum des Verhaltens trat nicht etwa beim Maximum der Aufmerksamkeit ein, sondern weit vorher. Wer seine Aufmerksamkeit in Grenzen hält, provoziert mehr stimulierendes Verhalten. Stimulierendes Verhalten ist ebenfalls eine Form der Aufmerksamkeit, sodass eine wechselseitige Dynamik entstehen kann. Bei zufälliger Gabe von Futter zogen die Affen besonders intensiv am Hebel.
!Dynamik
Aufmerksamkeit erhöht den [Value] des Gegenüber und deine [Attraction]. Entzug von Aufmerksamkeit erhöht die [Attraction] des Gegenüber und erhöht deinen [Value]. [Value] senkt generell die Aufmerksamkeit, [Attraction] erhöht die Aufmerksamkeit speziell gegen die betreffende Person.
!Größenordnungen
Die Dynamik der Aufmerksamkeit tritt in verschiedenen Größenordnungen auf. Folgende Aufstellung ist von kleiner Aufmerksamkeit zu großer Aufmerksamkeit sortiert:
# Blickkontakte und verbale Bestätigungen.
# Beginn und Ende eines Wortwechsels.
# Gesprächsaufnahme und Gesprächsabbruch.
# Annäherung und Entfernen an eine Person.
# Beziehungsaufbau und Beziehungsabbau.
!Dominanz
In der Kommunikation werden Leads als [Dominanz] empfunden. Wenn ''A'' die Aufmerksamkeit herstellt ist er zunächst dominant (Modell 1). Unterbricht ''B'' als erstes die Aufmerksamkeit, ist ''B'' gleichgestellt (Modell 2). Setzt ''A'' die Aufmerksamkeit weiter fort, kann ''B'' übernehmen (Modell 3).
!Dosierung
Für eine professionelle Gesprächs- und Beziehungsführung ist sowohl die Herstellung als auch der Abbruch von Aufmerksamkeit erforderlich. Die Herstellung von Aufmerksamkeit wird von den meisten Personen beherrscht. Zu wenig Aufmerksamkeit führt in der Regel zum Verlust von [Rapport] und damit zum Abbruch der Kommunikation und langfristig zum Abbruch der Beziehung.
Zu viel Aufmerksamkeit wird vom Gesprächspartner als [Needy] empfunden, eine sensible Person empfindet dies deshalb selbst als unangenehm. Zu häufig wiederholte Aufmerksamkeit führt zu negativem Ankern der Aufmerksamkeit des Gegenüber. Jedes Entgegenbringen von Aufmerksamkeit führt zu weniger Gegenaufmerksamkeit. Dem Aufmerksamkeitsverlust kann nur durch Reduktion von Aufmerksamkeit entgegengewirkt werden.
Der Entzug von Aufmerksamkeit ist zu Teil gesellschaftlich tabuisiert, deshalb wird er in der Regel wenig beherrscht. Kaum jemand ist in der Lage, ein Gespräch durch konsequenten Aufmerksamkeitsentzug, sprich Wegsehen und Schweigen zu beenden. Der Abbruch von Aufmerksamkeit spielt jedoch eine wichtige Rolle in der Steuerung von Gespräch und Beziehung, sodass er unbedingt beherrscht werden sollte.
Wird die Aufmerksamkeitsschwelle nicht bewusst geprüft, kann sie zu niedrig oder zu hoch ausfallen. Die optimale Aufmerksamkeit ist abhängig vom Gesprächspartner. Paradoxerweise führt das Beherrschen des Abbruchs von Aufmerksamkeit erst zur Herstellung richtiger Aufmerksamkeit des Gegenübers.